Sarah Kreuz (19) und Daniel Schuhmacher (22): Beide gingen ins DSDS-Casting, um Deutschlands neuer Superstar zu werden. Nur für einen der Kandidaten konnte der Traum in Erfüllung gehen. So knapp war es noch nie! 50,47 Prozent der Anrufer wählten Daniel auf den DSDS-Thron.

Daniel war schon letztes Jahr angetreten, mit schwarzgefärbtem Haar, Lippen- und Ohrpiercing machte er einen ganz anderen Eindruck und fiel als Nummer 30 aus DSDS.

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Sarah Kreuz und Daniel Schuhmacher

Drei Songs sangen sie gestern, Samstagabend, den 9. Mai im großen Final-Showdown auf RTL. Obwohl Daniel Schuhmachers Nervosität beim ersten Lied („Soulmate“ von Natasha Bedingfield) deutlich rauszuhören war, gab es nichts als Lob von der Jury. Vor allem Dieter Bohlen zeigte sich – wie schon so oft – begeistert von seinem Schützling. Als zweiten Song hatte Daniel „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers ausgesucht.

Sarah gab als erstes „Natural Woman“ von Aretha Franklin zum Besten. Im wunderschönen weißen Kleid sang sie dann „I will always love you“ von Whitney Houston. Auch von ihr zeigte sich die Jury begeistert.

Der dritte Titel, „Anything But Love“, zugleich auch die Siegersingle, wurde zum ersten Mal dem Publikum präsentiert. Komponiert ist das Stück natürlich von Dieter Bohlen.

Die Zuschauer im Kölner „Coloneum“ standen für beide Kandidaten Kopf, doch am Ende konnten wieder einmal nur die Anrufer entscheiden.

Um 00:02 Uhr verkündete Moderator Marco Schreyl die knappste Entscheidung der DSDS-Geschichte: Daniel hatte gewonnen! Der Sieger brach in Tränen aus, konnte sein Glück nicht fassen.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte er schluchzend.

Sarahs 49,53 Prozent reichten nur für den zweiten Platz. Doch sie war keine schlechte Verliererin und freute sich trotz ihrer Niederlage für den Erstplatzierten.

„Wir beide können gut singen, aber nur einer konnte gewinnen. Ich freue mich für Daniel!“

Daniel sang ein letztes Mal, den Siegersong. Plötzlich war Sarah an seiner Seite und sie sangen im Duett und es wurde noch schöner. Eine weitere Erfolgsproduktion, diesmal auch in Duettform, können wir getrost erhoffen. Die strahlenden Gesichter der Jury sprachen Bände.


Kommentar:
Ob Sarah Kreuz auch allein eine Chance hat, wird sich zeigen. Bei anspruchsvollen Texten stolpert die junge Frau ohne Schulabschluss meist: Wenn sie sang, hörte ich immer auch ihre Sprachfehler in den englischen Texten und ich merkte deutlich, dass sie nur einfachste Sätze versteht. Ich bin eben keine Musikerin, über falsche Texte kann ich nicht hinweghören und wenn der Text zeitweise fehlt, bekomme ich sicher kein Gänsehautfeeling. Ich hoffe, sie holt ihre schulischen Defizite noch auf, dann sehe auch ich eine gute Chance für sie.