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Nita (14) und Debi (18) „Indian Rhythm“

Wir befinden uns im Eventhotel am Wolfgangsee in Oesterreich. DJ BoBo: Wir haben zwanzig Gruppen, daraus machen wir zehn und nur ein Act kann auf der Fantasy-Tour dabei sein.

Heute bleibe ich bei der vielen Werbung (vier Unterbrechungen habe ich bewusst wahrgenommen) einfach sitzen und hänge meinen Gedanken nach. Ich bin inzwischen auch ein Jurymitglied geworden und es macht mir Spass, meine eigenen Kommentare innerhalb meiner Familie abzugeben. Dafür merkt sich mein Mann dann die Namen der Acts, damit ich sie aufschreiben kann. Gemeinsam stellen wir fest, dass die Acts heute zum Teil extrem kurz sind. Weshalb erfahren wir nicht, ich nehme mal an, dass da gekürzt, sprich zusammengeschnitten wurde. Diesmal sind wir nach der Pause noch beim selben Act, das erleichtert den Wiedereinstieg und ist stimmig.

Nicht nur die Fernsehjury, auch ich war überrascht, wie einige der Kandidaten sich verschlimmbessert hatten. Bei einem Halbfinal muss es einfach auf den Punkt stimmen, die Kandidaten müssen alles geben, sonst ist es gelaufen. Diesmal wird die Jury die Sieger erst am Ende aller Acts verkünden. Wir können uns also voll auf die Acts konzentrieren und uns eine eigene Meinung bilden.

Bei der Irish Dance- Gruppe hüllte sich DJ BoBo noch in schweizerische Neutralität, während Elton sagte, er habe keine Steigerung erlebt und Verona meinte: „toll gemacht, aber ob das reicht? Wir werden uns beratschlagen.“

Aber bei „Gods People“ meinte er: „Es gibt Momente, da muss auch ein Schweizer seine Neutralität aufgeben: Ich bin entsetzt!“ Elton fand diese grottenschlechte Vorführung gar noch besser als beim Casting. Also ich war voll auf DJ BoBo‘ s Seite: Es war eine Zumutung!

Der erste Act, bei dem die Jury feststellte, die wollen gewinnen, war Stilbruch feat. GÖG & Dori (ohne e, also keine Nemo- Dorie) und eine weitere Überraschung folgte am Schluss als feststand, sie sind im Finale und Dori ihre Freude in schweizerischem Hochdeutsch formulierte. Sie ist eine von uns!

DJ BoBo erwähnte, dass die Kandidaten vier Wochen Zeit hatten seit ihrem letzten Auftritt. Da erstaunte es schon, als die zwei Wunderkinder Vivi (10) und Basti (15) sagten, sie hätten nur vier- bis fünfmal geübt.

Wenn man aber bedenkt, dass die zwei ziemlich weit voneinander wegwohnen (zwei Stunden Autofahrt) und wirklich ein eingespieltes Gesangsduo sind, bekommt ihre gute Leistung noch mehr Gewicht. Als DJ BoBo meinte, Basti sei kurz vor dem Stimmbruch, dachte ich schon: Oh je, jetzt bekommen die zwei keine Chance mehr, aber sie sind im Final.

Zu den Jumpinos, das sind zwölf seilspringende Girls, meinte Elton: „Das sind meine Mädels. Der Papa ist stolz auf euch!“ DJ BoBo meinte: „Ihr wart heute hochkonzentriert, ihr habt mich wirklich überrascht.“ Und Verona fand: „Ihr wart echt gut!“ Gemeinerweise meinte Elton bei der Finalverkündung: „Ihr habt alle ein so schönes, natürliches Lächeln, es tut mir leid, ich habe sehr gekämpft…“ um dann doch auszurufen: Ihr seid im Finale!“ Darauf meinte ein strahlendes Girl: „Wir sind echt überglücklich!“

Danny and The Chicks kamen nicht weiter, es half ihnen auch nicht, dass zwei der Chicks am Schluss ihren Popo in die Luft streckten mit der Aufschrift: Finale (links) und ? (rechts). Sie mussten für Elton extra nochmals posieren. Das von uns gesehen links stehende Chick hatte seinen Unterrock nicht genug hochgehoben.

Weiter sind die zwei stets farbenprächtig gekleidet, geschmückt und geschminkten indischen Schwestern Nita (14) und Debi (18), die sich „Indian Rhythm“ nennen und mit ihrer Mama da waren. DJ BoBo meinte schlicht: „Noch nie war Indien so nahe.“ Worauf Elton meinte: „Ist das deine Bewertung oder bist zu schon am Flirten?“ DJ BoBo fragte die Schwestern nach dem Konzept und bekam die Antwort: „Letztes Mal tanzten wir altindisch, diesmal haben wir versucht, altindisch und modern zusammenzubringen, also Kopf wackeln und Bollywood. Die geneigte Zuseherin stellt fest: diese jungen Frauen sind nicht nur schön und können sehr gut tanzen, sie können auch super formulieren.

Die Sandokan Karateshow setzte diesmal fast ganz auf Trommeln und minim auf Karate (nur der 83- jährige und ein Junge machten synchrone Karateübungen dazu). Ich dachte: Ui, das gibt ein leider nein. War ich doch 2003 an DJ BoBo’s Piraten-Konzert in Basel (ich hatte im Fritz & Fränzi ein Familienticket gewonnen) und da wurde schon aufs Heftigste und gut getrommelt und meine Befürchtungen traten ein, die Gruppe bekam kein Finalticket.

Überraschenderweise kamen nun „Infinity Crew“, die Gruppe, die letztes Mal sieben Stunden warten musste und doch eine Absage erhielt. Die „Da Rockies“ kamen damals weiter, konnten diesmal aber nicht kommen. DJ BoBo meinte: „Ihr wart Zweite, bekamt die Chance und habt sie genutzt! Ich sehe eine grosse Steigerung zum Casting.“

Schon kam wieder der nächste Werbeblock und siehe da, ich sehe eine alte Bekannte: Kät, sie tritt in der Werbung für den Funky Kitchen Club mit René Schudel auf. Wann kommt ihre nächste Single? Ich hatte ja beim Thunfest angefragt und bekam bisher keine Antwort. Auf Florian Asts Homepage wurde ich fündig (zwei Mausklicks): http://www.florianast.ch/

Nur noch einen Act möchte ich erwähnen, die „The Faives“ mit Beatrice (25) und Olga (22) aus Neuhausen am Rheinfall. Sie wurden uns als feuriges Paar angekündet. Wer jetzt feuerschluckende Frauen erwartet, liegt völlig falsch. Die zwei Frauen kamen im durchdachten Outfit (Originalzitat Verona), das aus Höschen mit BH bestand, waren extravagent auf „Panzerknackeraugenbinde“ geschminkt und verrenkten sich unter Eltons Stielaugen überaus gekonnt.

DJ BoBo fand: „Ästhetisch, kraftvoll, katastrophale musikalische Übergänge, wunderschöne Grundidee; extrem viel Herzblut ist bis zu uns nach oben gedrungen.“ Verona: „Es ist erstaunlich, wie ihr euch verändert habt, ihr harmoniert wunderbar, outfit durchdacht und trotzdem sexy.“ Was Elton wohl damit meinte: „Ihr habt Glück, dass ich in der Jury sitze“, bleibt unserer Fantasie überlassen.

Als die Finalisten feststanden, verlangte Verona nach dem kleinen Michael und fragte ihn, ob das Spass bringe, wenn die andern nicht dabei sind. „Nein“ meinte er, darauf Verona: „Dann hol‘ doch die andern dazu. Ihr seid im Finale!“ Infinity Crew dankte es mit einigen Break-Dance Einlagen.

DJ BoBo wies noch darauf hin, dass nächstes Mal die Regeln verschärft werden und absolute Professionalität verlangt sei.

Wir treffen uns nächsten Donnerstag, den 25. Juni um 20:15 Uhr zum Finale auf Pro7.

Die «Fantasy»-Tour 2010

DJ BoBo geht auf «Fantasy»-Tour. Im August 2010 tritt er in Bern und Zürich auf – seine beiden einzigen Schweizer Konzerte. Vorher tourt er durch Deutschland, nachher durch Osteuropa. Der Vorverkauf beginnt am Montag. Das Album zur Tour erscheint am 29. Januar 2010.

Buchstäblich gigantisch wird die «Fantasy»-Show: Die Bühne besteht aus einem in Buddha-Manier sitzenden Giganten – 12.5 Meter hoch, 14.5 Meter breit. Optisch noch vergrössert wird das Ganze durch Projektionen von vierzig Metern Breite.

Mit dem Titel «Fantasy» wolle er die Fesseln ablegen, die er sich selbst mit themenbezogenen Shows wie «Pirates of Dance» und «Vampires are Alive» angelegt habe, sagte DJ BoBo an der gestrigen Medienkonferenz im Zürcher Hallenstadion. Er habe seiner Fantasie wieder freien Lauf lassen wollen.

Dass dies die richtige Entscheidung war, habe sich beim Komponieren der Musik gezeigt: „Es flutschte richtig“. Jetzt hätten sie alle Möglichkeiten, die DJ BoBo sich schon immer gewünscht habe. (Quellen: SDA, Blickonline, Solothurner Zeitung)