Deutschland möchte den „Eurovision Song Contest 2010“ gewinnen

Vorgesehen ist ein bundesweites Casting, bei dem 20 Finalisten gesucht werden. Danach wird im Frühjahr 2010 in acht Sendungen der Sieger gekürt, der Deutschland am 29. Mai in Oslo vertreten wird.

Ende Mai 2009 hiess es noch, nein, Stefan Raab mache nicht mit. Damals erteilte Raab dem öffentlich-rechtlichen Sender eine knallharte Absage: „Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind.“

Nun ist offenbar der öffentlich-rechtliche Sender ARD eine Kooperation mit dem Privatsender ProSieben und ProSiebenStar Stefan Raab eingegangen. Thomas Schreiber, ARD-Koordinator Unterhaltung: „Bin ich froh, dass das klappt: Eine gute Idee ist eine gute Idee. Der deutsche Vorentscheid 2010 wird mit Stefan Raabs Leidenschaft, den ARD-Pop- und jungen Wellen, ProSieben und natürlich dem Ersten das Fernsehereignis im Frühjahr 2010. Und außerdem wird’s ein superspannender Eurovision Song Contest!“

Acht Sendungen auf zwei Kanälen

Das TV-Publikum wird zunächst in fünf Vorentscheidungssendungen auf ProSieben, dann im Viertelfinale im Ersten, gefolgt vom Halbfinale auf ProSieben und schließlich im Finale im Ersten live entscheiden, mit welchem Künstler und welchem Song Deutschland in Oslo antreten wird.

Juryvorsitzender in allen acht Sendungen ist Stefan Raab, der dabei von prominenten Mitjuroren aus der Musik- und Entertainmentbranche unterstützt wird.

Grand Prix Teilnahmen von Stefan Raab

Stefan Raab, 20.10.1966, erfolgreicher Musiker und Produzent, hat selbst dreimal am Grand Prix teilgenommen (1998 als Produzent von Guildo Horn, Platz 7; 2000 als Produzent und Sänger mit „Wadde hadde Dudde da?“, Platz 5; und 2004 als Produzent von Max Mutzke, Platz 8). Zudem ist der von Stefan Raab 2005 ins Leben gerufene „Bundesvision Song Contest“ heute einer der wichtigsten Musik-Wettbewerbe in Deutschland.