Topmodel Alisar mimt für Gilette die Venus (© Gilette)

Topmodel Alisar mimt für Gilette die Venus (© Gilette)

Die Siegerin von GNTM heisst Alisar. Das Bambi aus Österreich setzte sich erwartungsgemäss zuletzt gegen die heulsusige Hanna durch.  Keine grosse Überraschung, denn Hanna ist halt immer der Typ „Kleine Schwester“. Seit gestern Abend ist die jüngste Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ Geschichte. Nachdem auf dem Weg Schönheiten, wie die Russin Victoria, die Tänzerin Louise oder Leyla mit dem Schlafzimmerblick, auf der Strecke blieben, kamen Laura, Hanna und Alisar ins Finale. Schwarz, Rot, Gold. Die Haarfarben passten schon einmal prächtig. Die blonde Laura, wurde dann aussortiert. Nicht wegen ihres Ehrgeizes, sondern wahrscheinlich wegen ihrem 08/15-Schmetterlings-Tattoo.

Die Jury war dieses Jahr durchzogen besetzt, wobei Fotograf Christian Schuller durchaus auch verbal zu punkten wusste, und sich gut neben Model-Mami Heidi behauptete. Im Gegensatz zu „Q“, der seine paar Sätze so hölzern vortrug, dass kaum jemand auf die Idee kommen könnte, es handle sich um spontane und echte Äusserungen und nicht vom Teleprompter abgelesenes. Mit seinen Augen könnte er wohl auch als Gebrauchtwagenhändler Karriere machen.

Was bleibt in Erinnerung? Zum einen der Sidekick und Bruce-Ersatz Jorge Gonzales. Der Kubaner auf High-Heels brachte den Mädels das Laufen bei und sorgte für Animation und gute Laune. Auch bei TV-Total und Stefan Raab, der Jorge gerne immer wieder präsentierte.

Wenn man in Rückblicken die Veränderung der Mädchen sieht, die in nur drei Monaten von statten ging, ist sie doch mehr als deutlich: vom Good-Looking-Normalo-Girl von nebenan zum (optisch) männerfressenden Vamp. Jetzt heisst es für Alisar „Ora et Labora“: Beten (für Jobs) und Arbeiten. Das schüchterne Hascherl muss jetzt tough sein und Kasse machen.

Die Finalshow in Köln war mit der grossen Kelle angerichtet. Egal ob Showacts, Beamer oder kreischende Zuschauer, „nimm reichlich“ scheint das Motto der Show gewesen sein. Leider galt das auch für viele und schwer zu ertragene Längen. Wenn z.B. die Aspirantinnen ein ums andere Mal einen Live-Walk hinlegen mussten. Naja, irgendwie will die Sendezeit gefüllt werden, um ein günstiges Werbeumfeld zu schaffen. Kylie Minogue kam mit ihrem recht durchschnittlichen neuen Lied, punktete aber mit Tänzern und Tänzerinnen, die vom schwachen Song ablenken konnten.

Nächstes Jahr wird Frau Klum dann wieder junge Frauen suchen, die ihr Glück mit ihrem Aussehen machen wollen. Und wenn alles nicht klappt, kann man ja immer noch die Frau eines Fussballspielers werden, die optischen Minimalanforderungen an diese Spezies hätten die meisten Finalistinnen locker erfüllt.

Das Schönste an GNTM waren für mich jedoch die Kommentare auf Twitter.

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Die Piercing- und Tattoo-Falle

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