Die erste Sendung
Die Schweiz sucht endlich auch nach ihren Supertalenten. Das könnte spannend werden, denn wir sind ja ganz anders als Deutsche Supertalent. Bei uns sitzt DJ Bobo in der Jury und nicht Dieter Bohlen. Christa Rigozzi, anstatt Sylvie van der Vaart und Roman Kilchsperger, der sich neuerdings ein Duell liefert mit Sven Epiney: Wen sehen wir wohl öfter im Schweizer Fernsehen? Bis jetzt ist es noch Sven Epiney, denn der ist natürlich auch hier bei den grössten Schweizer Talenten, als Moderator zusammen mit Andrea Jansen.

Wer schon mal bei Dieter Bohlen reinschaute, hatte wohl wie ich den Eindruck, da wird fleissig kopiert. Da werden Zuschauerreaktionen hineingeschnitten und sogar einzelne Acts übernommen. Die gestrige Sonntagzeitung der AZ- Medien liefert die Erklärung: Die Firma Grundy, für das Casting verantwortlich, soll Talente direkt angefragt und das Kommen mit Spesen abgegolten haben, nachzulesen im (gekürzten) Online- Artikel.

Ich zitiere:
„Auch mit der Kandidatin Natalia Macauley (27) setzt das Schweizer Fernsehen seinen Zuschauern eine Altbekannte vor: Mit ihrer lasziven Choreografie in einer durchsichtigen Halbkugel aus Glas, gefüllt mit Wasser, brachte Natalia schon Sylvie van der Vaart (32) in der RTL-Show «Das Supertalent» zum Träumen. «Ich wurde kontaktiert und angefragt, ob Natalia mitmachen würde», bestätigt Natalias Manager Erhard Fisoler. «Als Gegenleistung erhalten wir grosszügige Reise- und Unterkunftspesen.» Er sei von Grundy Light Entertainment kontaktiert worden. Die Firma, an der Ringier beteiligt ist, hat für das SF das Casting organisiert.“

Grosses Talent
Zum Glück gab es Maya Wirz (49), Busfahrerin aus Basel. Sie ist unsere Susan Boyle und garantiert nicht eingekauft!
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Kommentar
Auftritte wie Maya Wirz wollen wir sehen. Auftritte wie den vom Berner Paar, das einen Song vom verstorbenen Gotthard- Sänger Steve Lee brachte, eher nicht. Das hatten wir doch schon beim Kampf der Chöre und dort kam es auch nicht gut an. Wir wollen Tränen der Rührung wie die von Maya Wirz oder Christa Rigozzi, aber keine Tränen der Trauer wie die von DJ Bobo im Gedenken an Steve Lee. Dass die ehemalige Miss Schweiz Christa Rigozzi den Mister Gay erkennt, könnte sie auch für sich behalten. Sie sollte eigentlich wissen, dass einige Schweizer dann dem Künstleract nicht mehr unvoreingenommen folgen können und Dominic Hunziker hätte man vorher beraten können, doch wirklich einen eigenen Song zu singen und nicht Fabienne Louves und Mark Sway zu kopieren. Aber vor allem verschont uns mit dem Kopieren der deutschen Sendungen, das haben wir doch gar nicht nötig.

www.schweizertalente.sf.tv

Wiederholung: Dienstag, 1. Februar, 13:50 bis 15:49 Uhr
Nächste Show: Samstag, 5. Februar 2011, 20:10 Uhr bis 22:00 Uhr auf SF 1