Auch bei der letzten Show wurden grosse Talente „aussortiert“. Meine schönere Hälfte weigert sich seit letztem Freitag, auch in Zukunft #TheVoice anzusehen. Der Grund: Ihr -Liebling- Favorit Rino Galiano (Team Xavier) ist ausgeschieden, der trägt es zwar nach aussen hin mit Fassung, doch seine Fans sind nicht so zurückhaltend. Auch Percival Duke (Team Rea), der unbestreitbar ein toller Entertainer ist, musste gehen. Er nahm’s nicht ganz so gelassen. Seine Anhänger hielten denn ebenfalls mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Da wird dann auch schon mal die gesamte Jury beschimpft und abqualifiziert. Auch die hinreissende Ramona Nerra (Team BossHoss) musste gehen, ihre starke Stimme nahm sie mit. Behnam Moghaddam (Team Nena) war für mich nie ein Favorit, auch er musste gehen.

Doch der Reihe nach:
Team Xavier Naidoo: Das Publikum wählte (wieder) den Badener Max Giesinger weiter. Xavier musste sich zwischen Rino und Mic Donet entscheiden. Mic hat unter professionellen Gesichtspunkten (vielleicht) die bessere Stimme. Doch seine Stimme habe ich bereits nach wenigen Minuten vergessen, die Rino Galianos Stimme kann vielleicht nicht ganz so viel, doch sie geht nicht nur ins Ohr, sondern auch unter die Haut (so, wie die Stimme von Yasmina Hunzinger). Rinos Performance von Lionel Ritchies „All Night long“ mit Danceeinlage war vom Feinsten, seht und hört selbst:
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Team BossHoss: Wenig überraschend nahm das Publikum Ivy Quainoo (Ozzie Nelson  – „Dream a little Dream of Me) ins Halbfinale mit. Zu recht. Ihre Stimme ist toll, und sie gehört für mich in die absolute Favoritenliga. Sacha und Alex von BossHoss entschieden sich anschliessend für Ole „Soul“ Feddersen. Das war keine Überraschung: Mit Ivy hatten sie schon eine Frau fürs Finale. An der Songauswahl von Ramona Nerra lag es nicht: Mit ihrer Stimme klingt jeder Song gut, sogar „Domino“ von Jessie J. Wäre Ramona weitergekommen, hätten sich BossHoss höchstwahrscheinlich ebenfalls für Ole entschieden.

Mir persönlich gefiel Ramonas Version von U2 – „One“ so gut, dass ich die hier auch noch mal poste:
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Team Nena: Hier gibt es nur eine potentielle Voice of Germany, und die heisst Kim Sanders. Das sahen die Zuschauer genau so und hievten die sympathische Kim ins Halbfinale. Die Wahl zwischen Behnam Moghaddam und Sharron Levy fiel Nena (nach eigener Aussage) schwer. Mir fiel dagegen die Vorhersage über Nenas Wahl überhaupt nicht schwer. Sogar wortwörtlich sagte ich Nenas Reaktion voraus, das war wirklich nicht schwierig:

Die Performance von Nenas Band mit Sharron Levy des Gotye Hits „Somebody that I used to know“ war eine Kopie der Walk the Earth Coverversion. (Das war mir einen Blogeintrag wert) Mir ist Behnam sympathisch, aber im direkten Vergleich kann er stimmlich mit den meisten anderen Kandidaten nicht mithalten.

Team Rea Garvey: Das Publikum vor den Bildschirmen favorisierte Michael Schulte, dessen Frisur mich etwas an Tingeltangel-Bob erinnert. Auch er wählte einen aktuellen Hit, der aus dem Internet kommt: Lana del Rey „Video Games“. Naja. Okay. Jetzt wurde es wieder spannend: Jasmin Graf, die „Hungriges Herz“ von MIA sang (toll) oder Percival Duke, der sich Christina Aguileras „Beautiful“ von der Seele sang. Rea entschied sich für Jasmin. Percy ist raus. Der extrovertierte Sänger polarisierte von Anfang an, aber er punktete auch von Anfang an mit einer grandiosen Leistung von Performance, Herzblut und Stimme.

Percivals Duett mit Pamela Falcon gehört zu den stärksten Coverversionen von Prince’ „Purple Rain“, die es überhaupt gibt:
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Heute Abend kommt nun das Halbfinale. Viele Favoriten gibt es nicht mehr.