Die Finalisten für die Castingshow „The Voice of Germany“ stehen fest: Michael Schulte, Kim Sanders, Ivy Quainoo und Max Giesinger haben den Einzug geschafft! Von Favoritensterben wie hier, hier, hier oder hier, konnte diesmal keine Rede sein.

Bevor ich ins Thema einsteige, erst einmal ein fettes Kompliment an die hervorragende Band, die es schafft, jeden Titel mit dem passenden Arrangement zu versorgen. Bei den «Heavytones» klingt einfach jeder Song nur nach Heavytones, egal, ob Funk, Pop oder Blues. Tausendmal gehört und mittlerweile stinklangweilig. Bei der «The Voice»-Band tönt dafür alles richtig gut und vielseitig. Eine Liveband der Extraklasse! Chapeau!

Das zweite Kompliment geht an diejenigen, die „The Voice of Germany“ so abwechslungsreich und spannend konzipiert haben.
So viel Abwechslung war nie: Kleine Gimmicks, wie z.B. die Möglichkeit für die Coaches via Prozent, das Ergebnis des Zuschauervotings zu „korrigieren“, sorgen für Spannung bis zum Schluss. Die Abwechslung aus Solo- und Battlesongs sorgen für Unterhaltung. Wo andere Shows (z.B. „Unser Star für Baku“) ein reines Zeitschinden* darstellen, gefüllt mit belanglosem Blabla wie früher auf 9Live, um die Anrufzahl in die Höhe zu treiben, singen bei „The Voice“ die Kandidaten. Bei USFB dauerte es in der vergangenen Sendung fast zwanzig Minuten (!) bevor der erste Song erklang. Und selbst DSDS hat das Niveau (der Kandidaten) etwas nach oben angepasst.

Das Halbfinale verlief ohne grössere Überraschungen: Nena und Rea überliessen die Entscheidung dem Publikum. Die Zuschauer entschieden sich für Kim Sanders und Michael „Tingeltangel Bob“ Schulte. BossHoss favorisierten Ivy Quainoo mit 60%, das Publikum sah das auch so, und somit konnte sich Ivy über die höchste Gesamtzustimmung des Wettbewerbs freuen.

Ganz anders bei Team Xavier: In den vergangenen Shows hatten die Anrufer jeweils Max Giesinger weitergewählt, während Mic von Xavier unterstützt wurde. Doch heute wollte Naidoo die Entscheidung gravierend beeinflussen: Er verteilte 65% auf Max und so blieben nur 35% für Mic übrig. Das Publikum hätte sich also mit 70 Prozent auf Mics Seite schlagen müssen. Sehr unwahrscheinlich nach den vergangenen Shows. Knapp 57 % entschieden sich dann tatsächlich für Mic Donet. Zu wenig. Naidoos Votum drehte die Zuschauerentscheidung um, und Max Giesinger darf sich aufs Finale freuen. Schon zum zweiten Mal entzieht „Papa Xavier“ einem seiner Schützlinge die Liebe, wenn dieser den seinen sehr hohen Erwartungen nicht völlig gerecht werden konnte. Rüdiger Skoczowsky, die (lt. Naidoo) „beste Stimme des Universums“, musste sich aus demselben Grund schon nach der ersten Liveshow verabschieden.

Hier mein Tipp fürs Finale: Chancen auf den Sieg haben Ivy Quainoo und Max Giesinger. Warum? Im direkten Vergleich ist Ivy besser als Kim, und Max hat eine prägnantere Stimme als Michael. Bei Ivy war allerdings die Übereinstimmung von Zuschauer- und Coachvotum am höchsten. Darum tippe ich auf Ivy Quainoo als Siegerin. Doch wir werden sehen – und hören!

Ivy Quainoo mit ihrem eigenen Song „Do you like what you see?“
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Max Giesinger und Mic Donet „Bitter Sweet Symphony“
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