Der Zweikampf zwischen „DSDS“-Finalist Luca Hänni (17) und Daniele Negroni (16) war am Samstagabend spannender als viele Krimis.  Sie fighteten um jedes Jury-Lob und verschenkten keine Punkte. Ein harter Gesangskampf, schliesslich ging es um alles oder nichts. Also um 500 000 Euro und Plattenvertrag. Am Ende gewann der Berner Sonnyboy Luca Hänni mit 52,85 Prozent. Ein knapper aber verdienter Sieg. Luca sang sich nicht nur in die Herzen der deutschen Teenie-Mädchen, sondern auch in jenes der Juroren. Dieter Bohlen war begeistert von Lucas Art und seiner sanften Stimme: „Der versucht das auf diese Schmuse-Unschulds-Tour. Wenn ich jemanden adoptieren müsste, wäre Luca weit vorn.“ Punkt, Satz und Sieg für den Berner.

Doch Luca hat keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Nächsten Montag steht der Dreh seines Hits „Don’t Think About Me“ in Dänemark auf seinem Plan. Dann gehts ab ins Studio für die Aufnahmen seines Debütalbums. Zwischendurch stehen Besuche bei „Let’s Dance“ und „DSDS Kids“ an. Und am 2. Oktober startet seine Tournee. Keine Zeit, die Siegesprämie zu verpulvern. Und was macht ein Ex-Maurerlehrling mit so viel Kohle? „Ich spare und lege das Geld auf ein Schweizer Konto. Irgendwann mal verdient man nicht mehr so viel und ist froh, hat man was auf der Seite“, sagt Luca bescheiden. Daniele Negroni hingegen weiss, was er mit dem gewonnen Auto anstellen will: „Ich will durch Italien fahren oder die Route 66 runterdüsen. Das gönne ich mir. Ich bin von 37000 Bewerber immerhin Zweiter geworden. Das ist auch eine Leistung“ und doppelt nach: „Ich gönne Luca den Sieg. Er hat ihn verdient. Er hat hart dafür gekämpft“. Daniele Negroni, ein fairer Kämpfer mit starker Stimme.